Botanischer Garten Kirstenbosch Time flies by 

Verfasst von Fritz am 6. Mai 2019.

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Südafrika verfügt mit rund 20’000 Pflanzenarten über eine extrem artenreiche Flora. Davon können etwa 8’000 allein im verhältnismässig kleinen westlichen Kapregion bestaunt werden. Der Fynbos ist eine sehr artenreiche Vegetation die hier am Kap wächst. Es handelt sich dabei um vorwiegend immergrüne Hartlaubhölzer mit meist feinen, nadelartigen Blättern. Der Feinbusch ist besonders reich an prachtvollen Blütenpflanzen, allen voran die herrlichen Proteas. Von diesen grossartigen Pflanzen soll es rund 130 Arten in den schönsten Formen und Farben geben.

Viele dieser einzigartigen Pflanzenwelt kann im schön angelegten Botanischen Garten Kirstenbosch bestaunt werden. Der südafrikanische Frühling ist wohl die beste Zeit, um den Garten zu besuchen. In den Sommermonaten sind viele Blumen leider schon verblüht, jedoch immer noch ein Besuch wert.

Der Botanische Garten hat so eigentlich zu jeder Jahreszeit seinen ganz eigenen Reiz. Der Reichtum an Blütenpflanzen ist geradezu überwältigend, Wer sich zeit nimmt, hat hier auch die Möglichkeit  Vögel wie der Sugarbird oder Sunbird zu beobachten. Auch der allgegenwärtige Hagedasch-Ibis ist hier oft auf den freien Matten anzutreffen.

Wärend der Sommermonate ist der Botanische Garten ein Hochgenuss für Augen und Ohren. Jeden Sonntag bei atemberaubender Kulisse, gibt es Live Musik vom feinsten. Die Besucher strömen gegen Mittag mit Picknick Decken und Rücksäcken voll mit Fressalien und Getränken auf diese Wiesen um unter hohen Bäumen zu chillen und der Musik auf der Bühne zu lausche. Als ich hier so sitze und Musik höre merke ich plötzlich hier am Kap vergeht die Zeit mit Überschall Geschwindigkeit. Es sind schon 10 Tage vergangen seit meiner Ankunft hier.

Tickets können für Eintritte und Konzerte hier online gebucht werden

Wie sieht es mit den Waldbeständen in Südafrika aus? Nur 1 Prozent der Fläche Südafrikas sind noch mit Wäldern bedeckt, fast ausschliesslich im niederschlagsreichen Küstenstreifen des Indischen Ozeans und in den angrenzenden mittleren Höhenlagen des Randschwellengebirges gelegen.

Leider handelt es sich beim südafrikanischen Wald vorwiegend um Plantagen und importierte Baumarten, meist Eukalyptus, Kiefern oder Fichten. sogenannt Aliens. Der ursprüngliche Regenwald fiel dem Raubbau weitgehend zum Opfer. Da der einheimische Wald wirtschaftlich nur von geringem Nutzen und zudem schwer zu durchdringen war, wurde er von den Farmern schon früh in der Geschichte Südafrikas rücksichtslos abgeholzt. Nur kleine Flecken des “Indigenous Forest” sind hier und da noch erhalten, vorwiegend an der Garden Route und im Eastern Cape. Die begehrten Harthölzer – Yellowwood, Stinkwood und Ironwood – stehen heute unter strengem Naturschutz.

Die importierten Hölzer wie der Eukalyptus bereiten immer mehr Probleme, da diese Bäume eine Menge Wasser in sich aufsaugen. Die Kiefern und Fichten brennen während der Trockenzeit wie Zunder. Der kleinste Funken kann zu verehrenden Feuer führen diese Hölzer begünstigen das Feuer und verbreiten sich so in Windeseile über grosse Flächen.

 

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