Cayo Santa Maria

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19.01.14#
Wir quartieren uns in Caibarien im Hotel Brisas del Mare ein. Von hier aus hat man noch die Möglichkeit über einen Dam nach Cayo Santa Maria zu kommen.

Das Hotel Brisas del Mare besticht auch nicht mit Frühstück. Drei Scheiben harter Toast mit Mayonnaise und eine Omelette. Also der Vorzug von diesem Hotel ist die einzigartige Lage. Sonnenaufgang vom feinsten. Ansonsten eher nicht.

Je länger wir in Kuba herumreisen, umso mehr Fragen stellen sich uns. Da wir aber zu wenig spanisch sprechen, werden diese wohl nicht beantwortet.

Zum Beispiel: In unserem Hotel sind wir mit einem italienischen Paar die einzigen Gäste. Beim Abend Essen bedient uns eine Dame sie spricht ausschliesslich Spanisch. Hinter der Tresse stehen eine weitere Dame und ein Herr und in der Küche sind weitere drei Personen. Richtig motiviert zum Arbeiten ist niemand. Wir bestellen Paella und Fisch Filet und einen Salat. Jetzt meint sogar Agnes, dass Beste an diesem Abend waren die zwei Kugeln Erdbeereis zum Dessert.

Jetzt die Wirtschaftliche Frage, sechs Personen für vier Gäste, Eine Rechnung inkl. Essen, Wein, Kaffee und Rum von 35.75 CUC, und das ist nicht nur hier so. Irgendwie wird in diesem Land Misswirtschaft am laufenden Band betrieben. Ach ja die Dame an der Rezeption habe ich ganz vergessen sie spricht englisch, und für Einheimische, kann das Hotel ja auch nicht sein die verdienen ja im Monat was hier eine Nacht kostet.

Hotel 29.00 CUC
Essen 35.75 CUC


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Trotz Bewölkung und starkem Wind entscheiden wir uns über den Dam 48 km nach Cayo Santa Maria zu fahren. Als erstes machen wir eine Offroad Tour in das Schutzgebiet am Ende der Insel auch ein Fussmarsch liegt noch drin. Flora und Fauna mit über hundert Vogelarten im Schutzgebiet. Eine bunte Korallen- und Fischbevölkerung unter Wasser und die Strände mit weissem Sand wie Puder. So und was jetzt. Entweder zurück Richtung Varadero, da müssen wir am 21.01.14 das Auto abgeben, oder hier für eine Unterkunft schauen. Wird aber sicher sehr teuer. Im Hotel Playa Santa Maria stelle ich mich an bei der Rezeption an die Tresse und Frage ob überhaupt noch ein Zimmer frei ist. Es sind nämlich gerade wieder sicher Hundert mit den Bussen angekommen. Offizieller Preis pro Nacht 320.00 CUC. Der freundliche Herr hinter dem Tressen sagt lächelnd, ich soll die zwei Nächte beim Tour Operator (gaviota tours) links in der Empfangshalle buchen, sei günstiger und so kommen wir an zwei Nächte all inklusive für 266.00 CUC. Das ist ein Super Deal!

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20.01.14# Die Resort Anlage Santa Maria ist riesig und wunderschön gestaltet. Hier kann man richtig verweilen. Sogar die Sonne scheint wieder und Agnes kommt zu ihrem Sonnenbad. Sogar ein Chinesen Restaurant gibt es hier. Wir haben nicht reserviert und konnten nur mit viel Glück noch einen Platz ergattern. Was wir nach diesem Essen ein weiteres Mal sagen müssen, mit chinesischem essen hat das eigentlich nichts zu tun. Da hat anscheinend einer mal was von China Food gehört und weiss aber nicht wie so ein Gericht zubereitet wird. Oder die Leute bekommen einfach die Zutaten hier in Kuba nicht.

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Was hilft über einen solchen Reinfall hinweg, eine Cohiba Zigarre und ein Mijto und die Welt ist wieder in Ordnung. In Sachen Zigarren ist Kuba hingegen Weltklasse. Eine Cohiba Zigarre gehört zu den besten und teuersten Zigarren der Welt. Das hat auch seinen Grund. Das Klima auf Kuba ist optimal für den Tabak Anbau und die Zigarrenproduktion ist aufwendig und unterliegt einem langen Prozess. Wie das auch bei einem guten Wein der Fall ist. Cohiba hat zudem das Privileg als erster die besten Tabakblätter aus einer Ernte auswählen zu können. Die Cohiba ist auch ein beliebtes Geschenk für Staatschefs. Fidel Castro hat als erster das Potenzial der Cohiba erkannt. Weitere Marken wie Partacas, Montecristo oder Romeo & Julieta gehören ebenfalls in dies Liga. Sind aber bischen günstiger. Eine Cohiba Singelo VI kostet in der Schweiz sofort mal 38.- Franken.

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Heute haben wir eine lange Fahrt vor uns. Morgen müssen wir spätestens in Varadero sein. Die Strecke über Santa Clara gibt an die 300 km. Es ist tatsächlich so wir haben 4 Nächte in Varadero, wieder bei caviota tours gebucht. Ein fünf Sterne RIU RESORT 18 km ausserhalb von Varadero. Um ein vielfaches günstiger als der offizielle Preis.

Hotel 4 Nächte 589.00 CUC
Essen 7.50 CUC

Der Stolz jedes Kubaners auf dem Land ist seine Veranda vor dem Haus und natürlich der obligate Schaukelstuhl. Die Fliesen auf der Veranda werden immer auf Hochglanz geputzt. Was uns immer wieder erstaunt, oder besser gesagt was wir nicht verstehen. Ob man nun durch ein kleineren oder grösseren Ort fährt, kaufen kann man eigentlich fast nirgendwo etwas. Restaurants oder Gartenpeizli Fehlanzeige. Auf einem Brett auf der Veranda verkauft einer Café oder aus einem Loch in der Hauswand wird Fleisch verkauft. Ein anderer aus einem Karren Tomaten und weiter hat einer sogar Zwiebeln, Knoblauch und Gurken. Aber für den Reisenden ist es schwierig etwas zwischen die Kiemen zu bekommen. Was aber vielerorts angeboten wird sind sogenannte Pizzas. Ein Fladen mit Tomatensauce. Manchmal ist auch ein bisschen Schinken dabei. Wenn man sich richtig konzentriert, findet man auch mal ein Paladar dort kann man dann auch richtig lecker essen. Aber eben eher selten.

20° Partly Cloudy
Playa La Perla Blanca, Cuba

Info# Vieles auf Kuba funktioniert nicht richtig, es liegt daran, dass vieles einfach nicht verfügbar ist. Sogar die Grundnahrungsmittel sind knapp. Für uns verwöhnten Europäer schier unvorstellbar. Es gibt da noch die Devisenläden. Das heisst wer Euro oder CUC besitzt kann dort einkaufen. Das Sortiment ist aber auch hier eher dürftig und für Kubaner eigentlich unerschwinglich teuer. Trotz allem scheint das, der Lebensfreude der Kubaner keinen Einhalt zu geben. Diese Freude drücken sie in ihren verschiedenen Tänzen und der Musik aus. Diese Eigenschaften und die Landschaften machen Kuba zu einem reizvollen Reiseland. Dennoch steht dieses Land in den nächsten Jahren vor einer Zerreissprobe, da viele junge Kubaner die Einstellung ihre Eltern, zur Revolution 1959 und dem Sozialismus nicht mehr teilen.

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