Don Det u. Don Kong

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17.01.13# Ein Boot bringt uns einige Kilometer Fluss abwärts auf die Insel Don Det, soll sehr beliebt sein bei den Rucksack- Touristen.

Tatsächlich am Bootsanleger ein kleiner Strand und in der prallen Sonne braten einige Bleichgesichter. Ein Gesthouse reiht sich an das andere und sogar ein Hotel Little Eden gibt es, von deren Terrasse aus man eine grandiose Sicht auf den Sonnenuntergang hat.

Nur dem Besitzt scheint die Sonne oder besser gesagt, der Alkohol oder eben die Drogen arg zugesetzt zu haben. Das einzige weisse in seinen Augen ist noch rot. Er sitzt apathisch hinter der Rezeption und starrt in seinen PC. Seine Frau eine Laotin, schaut drein als ob sie mit dem Teufel verheiratet wäre.

Die ganze zerrüttete Situation scheint sich auch auf das ganze Umfeld und Gäste zu übertragen, also relativ wenig Eden ist hier zu spüren. Service schlecht, Besitzer faul, Preise zu hoch aber Essen hervorragend.

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18.01.13# Heute wollen wir auch Don Det und Don Khon erkunden. Alle machen das mit dem Velo oder zu Fuss. Als wir endlich startklar sind steht die Sonne schon fast im Zenit und es ist schon wieder richtig Heiss. Zum Glück vermietet uns ein Bar Besitzer für 90‘000 Kip (10 Franken) sein Motorrad und los geht’s.

Zuerst quer durch Don Det, dann über die alte Eisenbahnbrücke, (haben noch die Franzosen gebaut) dann gerade runter bis zum Ende der Insel. Hier soll man die Delfine sehen. Weit und breit kein Delfin. Zurück fahren wir auf einem Pfad am rechten Flussufer entlang bis zum Wasserfall. Eine wackelige Hängebrücke führt über den Fuss und im Dickicht stehe ich fast auf eine Schlange, die Glücklicherweise, mehr Angst hatte als ich und sich schleunigst aus dem Staub macht.

Si Phan Don oder die 4000 Inseln im Mekong. Hier teilt sich der sonst so ruhig fliessende Mekong in mehrere Arme und stürzt sich tosend durch die zerklüfteten Felsen in die tief und macht den Mekong in dieser Region unschiffbar.

Hier platzte auch die Träume der Franzosen vor Jahren als sie glaubten auf dem Mekong eine Handelsroute mit Schiffen nach China zu eröffnen.



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19.01.13
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Leider geht unsere Zeit hier in Laos schon wieder dem Ende entgegen. Wir wollen noch nach Kambodscha. Nach Siem Reap gibt es zwei Möglichkeiten. Mit dem Bus, der hat zwischen 12-14 Stunden Fahrt oder Fliegen, das heisst wieder zurück nach Pakse und von dort 1h Flug. Da wir ja nicht mehr die jüngsten sind entscheiden wir uns für den Flug.

Hektik im Reisebüro in Pakse. Zuerst will uns die Dame das Ticket von Briand Schulz aushändigen. Mit dem haben wir gestern Abend gegessen und er hat einen Flug nach Luang Pranang gebucht. Unser Ticket ist nicht auffindbar und so musste sich die Dame eine Kopie Faxen lassen. Um 15.30h landen wir in Siem Reap Airport. Siem Reap.

Fazit: Laos gehört zu den ärmsten Ländern im asiatischen Raum. Dieser Umstand hat viele Gründe. Lange war Laos unter französischer Herrschaft und wärend dem Vietnam Krieges wurde auch Laos in Mitleidenschaft gezogen. Auch brachen immer wieder Bürgerkriege aus. Die Geschichte von Laos wäre vielleicht anders verlaufen, wenn Aufgrund der starken Strömung von Wasser, Felsen und natürliche Hindernisse und Wasserfällen bei Khone Phapheng, den Traum der Franzosen zerstörte den Mekong schiffbar zu machen und eine Handelsroute mit China zu erschliessen.

Das Reisen in Laos entlang der Lebensader des Landes, dem Mekong ist heute sehr angenehm und einfach. Auch die touristische Infrastruktur gewinnt immer mehr an Bedeutung, wenn auch in sehr einfachem Rahmen. Für uns Europäer ist es sehr günstig in Laos zu Reisen und bietet unglaubliche Vielfalt an Natur Schönheiten und Vegetation. Am Ufer vom Mekong wächst jetzt wirklich alles was in den Boden gepflanzt wird. Die Bevölkerung, die Laoten sind freundliche und hilfsbereite Menschen, wenn auch eher zurückhalten, gegenüber Fremden.

Entwicklungshilfe und auch andere Hilfsprojekte kommen nur sehr langsam oder gar nicht voran. Da Regierung und Beamte oft korrupt, sind und Hilfsorganisationen eher behindern als unterstützen.

Diese Reise würde wir jederzeit widerholen um die Mutter aller Flüsse in Laos zu bestaunen.

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