Madeira erkunden mit dem Motorrad

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Im einem Motorradheft, lese ich das erste Mal von der Blumen Insel Madeira. Das ganze Jahr mindestens angenehme 20 Grad Celsius, eine Insel im Atlantischen Ocean 737 Kilometer vor der Küste Marokkos. sie gehört aber zu Portugal. Schon der Anflug auf den Flughafen Funchal ist spektakulär. Die Landebahn auf Stelzen liegt an einer Steilküste im Osten der Insel direkt an der Stadt Santa Cruz, 58 Meter über dem Meeresspiegel.

 

Am 27.09.12 starten wir mit Air Berlin ab Zürich Richtung Funchal. Ein Motorrad eignet sich ausgezeichnet um die Insel zu erkunden. Unser Gefährt ist ein 650 BMW GS, nicht zu schwer um überhaupt zurecht zu kommen auf den steilen Strassen von Madeira.

Die Insel hat eine grösse von 740m2 ist 57 Kilometer lang und 22 Kilometer. Als ehemaliger Vulkan ist das Eiland steil und zerklüftet, der höchste Berg ist der 1862 Meter hohe Pico Ruivo, und die Inselstrassen sind oft schmal und steil und es reiht sich eine Kurve an die andere. Die abwechslungsreiche Landschaft und die Grandiosen Aussichten laden uns immer wieder ein anzuhalten. Der Pico Ruivo zeigt sich uns immer von seiner schlechtesten Seite Wolken und Nebelverhangen. Bei gutem Wetter lassen sich hier ausgiebige Wanderungen unternehmen.

Lorbeerwald, auch Laurisilva genannt

Der Lorbeerwald auf der Insel Madeira im Gebiet Fanal an der Landstrasse ER 209, beginnt der Wanderweg circa 11 Kilometer durch die alten knorrigen Lorbeer Wälder und endet am Forstgebäude in Fanal. Der Wanderweg führt durch den typischen Lorbeerwald, auch Laurisilva genannt, ist seit Dezember 1999 Weltnaturerbe der UNESCO. Hier sollte man unbedingt den Fotoapparat dabeihaben. Auch eine Wanderung im Morgengrauen, wenn der Nebel durch die Baumkronen zieht geben unwahrscheinlich gute Foto Sujet ab. Es hat etwas Mystisches und irgendwie hat man das Gefühl hinter dem nächsten Baum steht plötzlich eine Elfe oder sonst ein Fabelwesen. Hier kommt man sich wirklich vor wie im Märchenland.

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Madeira Wein

Madeira Wein hat eine alte Tradition. Der Madeira Wein gehörte vor rund 400 Jahren, nicht zu einer Gaumenfreude. Der Legende nach soll ein Seefahrer die wichtige Erkenntnis auf seiner Reise erlangt haben um den Wein Weltberühmt zu machen. Seine Schiffsladung war voll mit Fässern mit dem minderwertigen Wein, den er in der portugiesischen Kolonie Hong Kong abladen sollte. Aus irgendeinem Grund würde er die Fässer nicht los und nahm dies wieder mit. Bei der monatelangen Rückfahrt wurden die Weinbehälter unter der tropischen Sonne stark erhitzt und durch den Seegang ordentlich durchgeschüttelt. Unterwegs nach Madeira wollte der Kapitän die Fässer schon über Bord werfen, da er den Platz für Gewürze und Seide gebraucht hätte. Bevor das geschah kostete ein Matrose den Wein und merkte, dass sich der Geschmack zum positiven verändert hat und wesentlich besser war.

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Von da an wurde der Wein immer als Decksladung über den Äquator und zurück geschippert immer mit dem gleich guten Ergebnis. Dieser Vorgang war kostspielig und zeitraubend und es vergingen weitere Hundertfünfzig Jahre bis der Vorgang Künstlich erzeugt werden konnte.

Blandy’s ist ein 200 Jahre altes Familienunternehmen. Das 1811 gegründet wurde, nachdem sich John Blandy in Madeira niederlassen hat. Blandy’s produziert heute Spitzen Madeira Weine in verschiedenen Geschmacksrichtungen die in Funchal in der Kellerei gegen Bezahlung degustiert werden können. 

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Pflästerung Funchal

Die Pflästerung vor allem im Zentrum und weiten Teilen der Stadt sind einzigartig. Feinsäuberlich sind weise und schwarze Steine aneinandergereiht. Flache und runde Steine, den Mustern scheint es, sind keine Grenzen gesetz. Jeder Römer würde vor Neid erblassen. Die imposanten Gebäude und die schmalen Gassen bieten Schatten während dem flanieren durch die Stadt die am Hang in einer Art Pfanne liegt. Zum Teil ist es sehr steil und schweisstreibend. Überall finden sich schöne Garten Restaurants die zu einer Verschnaufe Pause einladen. Am Hafen legen die grossen Kreuzfahrt Schiffe an und die Stadt ist vorbereitet für die die Massen von Menschen die aus diesen Kolossen steigen. Es gibt überall viel nützliches und unübliches zu kaufen. Viele strömen zur Seilbahn nach Monte über die Dächer von Funchal.


Hoch über den Dächer von Funchal

Madeira verleite wegen seinem Klima das ganze Jahr Frühlingsgefühle. Der Garten Jardim Botanico ist nicht nur für Blumen und Pflanzenliebhaber ein Muss, sondern hoch über den Dächern von Funchal hat man eine atemberaubende Aussicht über die Stadt und den Hafen. Auf dem Areal finden wachsen über, 2000 exotische Pflanzen, unter ihnen z.B. Orchideen, Magnolien, Kakteen, Strelitzien, Palmen und viele mehr. Auch das Wahrzeichen von Madeira ist hier zu finden, die Papageienblume. Die natürlich auf der ganzen Insel anzutreffen ist. Auch ein Vogelpark mit den seltenen, Vogelarten aus aller Welt kann hier bestaunt werden.

Öffnungszeiten
  • Vom 01.10. bis 31.03. 9.00 bis 18.00 Uhr, vom 01.04. bis 30.09. 9.00 bis 20.00 Uhr
  • Nur an Weihnachten geschlossen.
  • Rundgang ca. 2 Std.
Eintritts-Preise
  • Eintritt für Erwachsene: € 5,50
  • Jugendliche 6 bis 18 Jahren: € 2,00
  • Kinder unter 6 Jahren gratis

Mit einem Korbschlitten die steilen Strassen runter zu flitzen ist eine der beliebtesten Attraktionen in Funchal. Ich persönlich finde die 30 Euro für diesen 5-10 Minütigen Spass schlicht weg überrissen. Unten angekommen sollte man sich schleunigst aus dem Staub machen, wenn man nicht in Diskussionen mit Fotoverkäufern und Taxifahrern verwickelt werden will.

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Curral das Freiras

Auf unsere Fahrt durch die Hügellandschaft rund 12 Kilometer von Funchal entfernt erreicht man die Aussicht-Plattform Eira do Serrado. Ein schwindelerregender Ausblick. Von hier aus kann man hinunter in das Tal der Nonnen sehen. Ein kleines Dorf isoliert zwischen riesigen Berghängen im Herzen der Insel. Es wohnen hier circa 2000 Menschen da unten und der einzig befahrbare Weg wurde erst 1959 angelegt. Gegen Ende des 15. Jhd. wurde das Land zum Eigentum der Nonnen des Klosters Santa Clara. Aus dieser Zeit stammt auch der Name Curral das Freiras („Pferch der Nonnen“). Zum richtigen Zeitpunkt kann man den Kirchenglocken lauschen tief im Tal.

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